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Hier wird alles gepostet, was im Schuppen und drumherum so passiert....

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Donkey´s WM-Ausflug

 

7,5 Stunden oder wie Burger King einem die Tour vermasseln kann

Freitag, Fußball, Deutschland gegen Serbien. Ich stand nun mittags um 12Uhr aufm Bahnhof in Berlin-Neukölln und hatte die Wahl: Fahre ich zurück in die Heimat und verpasse Fußball oder mache ich irgendwo in Berlin PublicViewing. Ich entschied mich für Zweiteres, was noch aus verschiedenen Problemchen (nenn ich sie mal) verhängnisvoll werden sollte.

Ich fuhr jedenfalls nach Berlin-Lichterfelde, wo meine Gastfamilie wohnte, brachte meine Sachen, die ich für die Untersuchung brauchte, zurück, packte mein gesamtes Gepäck und beschloss das WM-Spiel in einem Biergarten am S-Bhf in Lichterfelde zu schauen. Auf dem Weg dort hin wurde mir von einer Douglasverkäuferin netter Weise eine Deutschlandfahne auf die Wange gemalert, jedoch gab es ein Problem: Als ich viel später in den Spiegel schaute, musste ich feststellen, dass die gute Dame ihr Fach verstand und mir gelb nach oben gemalt hat, klasse! Was die Leute wieder gedacht haben müssen: „Schau mal, Fetti war zu doof sich ne Flagge aufs Gesicht zu malen!“

Im Biergarten stellte ich dann schnell fest, dass die Bratwurst satte 3€ gekostet hatte und dass ne Leinwand mit Beamer scheiße ist, wenn die Sonne aus allen Nähten darauf ballert. Außerdem war alleine Trinken auch kacke. Ich beschloss kurzer Hand, dass ich die zweite Halbzeit von dem Spiel bei meiner Gastfamilie schaue, wohnte ja nur 10min weg, damit ich nach dem Spiel direkt Richtung Hauptbahnhof starten könnte.

Zu dem WM-Spiel brauche ich hier nichts mehr sagen, ich war jedenfalls sauer, hätte wohl auch gleich nach Hause fahren können. Ich verabschiedete mich schnell und sehr förmlich und verschwand zum S-Bhf in Lichterfelde. Dabei hatte ich eine riesige Reisetasche, zwei Rucksäcke und meinen Laptop. Ich war also behängt, wie ein kleiner Weihnachtsbaum. Dies hatte zur Folge, dass man, wenn man sich beeilte eine Bahn zu bekommen, ziemlich schnell ins Schwitzen geriet…

Um Punkt 15.16Uhr bekam ich die S1 Richtung Potsdamer Platz und stieg am Brandenburger Tor um und bekam glücklicherweise direkt die U-Bahn, die zum Hauptbahnhof fuhr. Ich dachte noch zu mir: „Oh, klappt das gut!“. Um 16.05Uhr stand ich dann am Ticketautomaten in der untersten Ebene des 4-stöckigen Bahnhofes. Die Gleise sind alle oben, bis auf wenige U-Bahnen und S-Bahnen unten im Keller, wo ich kleiner Packesel ankam. Der Automat zeigte mir eine Verbindung um 16.08Uhr an und eine um 16.33Uhr. 16.08Uhr würde knapp, außerdem war die Verbindung um 16.33Uhr wesentlich kürzer und billiger, da diese über Hildesheim fahren würde und nicht Umwege über Hannover oder Göttingen genommen werden müssten. Ich beschloss ein ICE-Ticket für die 33-Verbindung zu kaufen. Genüsslich wollte ich noch eine Zigarette vorm Bahnhof rauchen, was mir jedoch von einer pöbelnden Menge vermiest wurde. Diese waren im Disput mit einer serbischen Gruppe. Des Weiteren war der ganze Bahnhof voll von frustrierten Deutschlandfans. Viele hatten wohl ihre Prioritäten so gesetzt wie ich und viele waren noch da, weil ganz viele PublicViewings rund um den Bahnhof stattgefunden haben. Der Bahnhof war also brechenvoll und es war ne super Stimmung…

Ich stand um Punkt 16.33Uhr am Gleis 14 und wartete auf meinen ersehnten Zug in die Heimat. Dies sollte jedoch nicht klappen, eine Dame sagte für Gleis 14 durch: „Aufgrund eines Problems mit einer Oberleitung hat der ICE3580 über Hildesheim, Richtung Basel ca. 60min Verspätung“. Na prima, tolles Ding. Kurzer Hand entschloss ich mich Frustessen zu betreiben. Ich fuhr mit der Rolltreppe runter vom Gleis (die ganze Zeit übelst bepackt) und stand vor Ditsch. Schwubs hatte ich eine Salamipizza in der Hand. Zwei Etagen Tiefer jedoch lächelte das BurgerKing-Schild. Da ich nach der kleinen Pizza erst richtig hunger bekam, fuhr ich nach unten um ein Woppermenü zu holen. -Es waren keine leckeren, aber scharfen Chicken-Wings dabei. Ich beschloss mir noch eine Zeitung zu kaufen und dann meinen Wopper oben am Gleis zu essen und die letzte halbe Stunde auf meinen Zug zu warten. Als ich jedoch beim Hochfahren einer der zahlreichen Rolltreppen auf die große Anzeigentafel schaute, stellte ich fest, dass für meinen Zug nur noch 35min Verspätung angezeigt wurden. Ein Blick auf die Uhr veriet mir, dass schon 30min um waren. Scheiße! Ich war ganz unten im Bahnhof. Am Gleis angekommen hörte ich nur noch das Rumsen der Türen und sah schließlich die Rücklichter meines Zuges nach Hildesheim. Erschrocken fragte ich eine Frau neben mir, ob das der Zug nach Basel gewesen wäre, was diese mir mit Tränen in den Augen bestätigen konnte, da sie eigentlich auch noch nach Basel wollte. Ich kurzer Hand wütend zum ReiseCenter. Gute Idee, dort waren quasi kaum Leute und alle hatten super Laune…Ich gesellte mich in die 3-Reihe und war verzweifelt, wusste ich doch, dass es für den Tag keine Verbindung mehr über Hildesheim geben würde, für die ich ein gültiges Ticket besitze. Ein Dame riet mir mich einfach in die nächste Verbindung über Hannover zu setzen und der Schaffner würde an so einem Chaostag sicherlich Verständnis haben. Ich setze mich in einen IC über Hannover, Richtung Schiphol. Dieser hatte schon 90min Verspätung seinerseits. Ich bekam einen Schwerbehindertensitzplatz in einem polnisch dominierten Abteil und war froh, dass kein Schwerbehinderter an Bord war. Pflichtbewusst, wie ich war, wollte ich gleich zum Schaffner, der mich aber schnell abwimmelte, weil er wo hin müsste. Es stellte sich heraus, dass ich in einem IC mit Triebwerksschaden saß! Wir gondelten somit durch die Gegend und es würde ewig dauern. Ich dachte schon, der Schaffner käme nicht zum Kontrollieren, ich sollte mich aber täuschen. Ich hatte nun die Wahl, erzähle ich, dass ich ausversehen in dem ganzen Chaos in den falschen Zug eingestiegen bin oder versuche ich es mit meiner wahren Geschichte, also den 60min, die keine waren und meinem Woppermenü. Ich entschied mich spontan für die Wahrheit. Der Schaffner schaute mich nicht schlecht an und wollte wissen, ob ich somit bewusst in einen Zug ohne gültige Fahrkarte eingestiegen wäre. Ich saß in der Falle und argumentierte mit der hektischen Frau im Reisecentrum. Nichts half. Der Schaffner tippte bereits die 40€ Strafe und ein neues Ticket ein. Plötzliuch sagte jedoch ein polnischer Opa hinter mir zum jungen Schaffner, dass er doch an einem solchen Tag mal Verständnis haben sollte, schließlich wäre der Zug, in dem wir sitzen, auch nicht gerade das Prunkstück der Deutschen Bahn. Er schaffte es tatsächlich, dass der Schaffner mein falsches Ticket abknippste. Danke nochmal! Gemütlich wollte ich mich zurücklegen und bis Hannover schlummern, jedoch wwar die IC-Fahrt in Stendal gänzlich vorbei. Alle mussten raus. In Stendal gibt es nichts aufm Bahnhof, außer ner kaputten Uhr. Es war scheiße kalt. Nach ner Viertelstunde kam dann eine Regionalbahn, die alle nach Wolfsburg karrte. Von da aus ging es mit einem Ersatz-IC weiter nach Hannover. Ein Schaffner kam und wollte mein Ticket sehen. Ich hatte wieder zwei Möglichkeiten und entschied mich dieses Mal für die andere. War kein Problem. „Da haben sie aber Pech gehabt, dass sie sich ausgerechnet in den Klaterzug gesetzt haben was?!“ Ich dachte bei mir nur: „Haha, sehr witzig…der hat wohl mit Peter Lustig geduscht“

Endlich in Hannover angekommen, stellte ich fest, dass ich den Metronom nach Hause um satte 6min verpasst hatte. Was macht man also? Richtig, man geht zu BurgerKing. Dort kaufte ich mir einen Kaffee und wartete am Gleis. Endlich kam der Zug. Wer dachte, jetzt könnte nichts mehr passieren, hat sich getäuscht. Ich teilte das Abteil mit Bomber aus Duingen und seinem Freund. Beide waren sturzbesoffen und fragten jedes Mädel, das vorbei ging, ob sie Karla Kolumna sei. Weiter waren noch zwei betrunkene Obdachlos im Bereich der  Treppe da. Diese gerieten in Streit. Woraufhin sich eine im Klo einschloss und irgendeinen Henkel abgebrochen hat. Die andere ist zur Schaffnerin geflitzt und wollte, dass der Zug ne Notbremsung macht und die Sache erstmal geklärt würde. –Ich hatte mir noch Gedanken gemacht, da mein Metronomticket erst ab Nordstemmen gezählt hätte…. Es kam schlimmer, als das ich meine Geschichte nochmal erzählen müsste. In Elze stand dann die Polizei aufm Gleis und hat versucht die Frau aus der Toilette zu befreien. Schließlich schmiss die Schaffnerin die beiden Damen, die nicht mal ein Ticket hatten raus. Auch Bomber und sein Kumpel wollten nach Hildesheim so das endlich Ruhe war.

Letztlich kam ich dann nach schlappen 7,5 Stunden zu Hause an, eine Fahrt die eigentlich nur 2,5 Stunden dauern sollte.

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M
<br /> <br /> geiles ding...<br /> <br /> <br /> <br />
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S
<br /> <br /> Donkey zieht solche Geschichten auch wirklich an....<br /> <br /> <br /> <br />
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K
<br /> <br /> Also wenn du die Geschichte zu SternTV schickst wirst du bestimmt in den Jahresrückblick zu Jauch eingeladen...<br /> <br /> <br /> <br />
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M
<br /> <br /> nicht schlecht<br /> <br /> <br /> <br />
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